Als Meilenstein dürfte das Jahr 1980 in die Vereinsgeschichte eingehen. Am 24. September fand die denkwürdige Gemeindeversammlung statt, nach welcher die Schlagzeile in der «Zürichsee-Zeitung»: «Für die Herrliberger Jugend – gegen exotische Vögel», lautete. Der Erneuerung des Fussballplatzes im Langacker wurde mit grossem Mehr zugestimmt.; die Errichtung eines Vogelparkes bei der Kittenmühle wurde abgelehnt. Vom Organisationskomitee der Tour de Suisse – Etappenankunft in Herrliberg – wurde dem FC Herrliberg aus dem Reingewinn ein Check über CHF 2’500.– für die Nachwuchsförderung übergeben.
Die erste Mannschaft belegte in der Meisterschaft den 2. Rang, 3 Punkte hinter Witikon. Wohl waren auf dem Papier genügend Spieler für das Kader von zwei Aktivmannschaften vorhanden, die Wirklichkeit sah jedoch etwas anders aus. Fast jeden Sonntag mussten auf dem Weg zu den Spielen noch Akteure aus den Federn geholt werden. Der Umstand, dass selbst zu Spitzenspielen mit weniger als elf Spielern angetreten werden musste, bewog E. Stutz zum Rücktritt vom Traineramt. Auch in der zweiten Mannschaft wurde aus ähnlichen Gründen ein wenig erfreuliches Kapitel der Vereinsgeschichte geschrieben. Wegen des Einsatzes eine noch nicht für den FCH qualifizierten Spielers unter falschem Namen, wurden als Verbandssanktionen Forfaitniederlagen, Bussen und Spielersperren bis zu einem Jahr ausgesprochen.
Als neuer Trainer für die erste Mannschaft stellte sich R. Schafeitel zur Verfügung. Der Umstand, dass sich Jules Vogt mit einer vollständigen Mannschaft, welche zusammen vor allem Turniere bestritt, zur Aufnahme in den FCH bewarb, ermöglichte es, zusammen mit den bisherigen Mitgliedern, für die neue Saison neben zwei Aktivmannschaften erstmals euch ein Seniorenteam für den Meisterschaftsbetrieb anzumelden.
Am Ende des Jahres betrug der Mitgliederbestand 61 Aktive und 111 Passivmitglieder.