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1978

Der erste Auftritt des FC Herrliberg im Jahr 1978 fand auf dem gesellschaftlichen Parkett statt. Der Umstand, dass in Herrliberg seit über 20 Jahren kein Fasnachtsanlass mehr stattgefunden hatte, bewog dazu zum «1. Chluureball» in die Vogtei einzuladen. Diese Initiative wurde nicht allzugut belohnt. Bei der Schlussabrechnung blieb unter dem Strich ein Defizit von CHF 300.– zu verkraften. Erfreulicher tönte es dann an der 3. Generalversammlung. Der Verein konnte erstmals schwarze Zahlen ausweisen, der Reingewinn betrug CHF 43.15. An der gleichen Versammlung trat Ch. Maduz als Vereinspräsident zurück und die Ära Rolf Jenny nahm ihren Anfang. B. Edelbauer stellte sich wieder zur Verfügung und wurde zum Vize- und Spiko-Präsidenten gewählt.

Auch als Trainer war Ch. Maduz zu ersetzen. Oskar Roider übernahm das Training der ersten, E. Stutz dasjenige der zweiten Mannschaft. Selbstverständlich waren solche Posten im Verein alles Ehrenämter ohne jede Entschädigung. Immerhin wurden die Trainer vom Jahresbeitrag befreit. Ein Problem, welches sich wie ein roter Faden durch die Vereinsgeschichte zieht, nahm schon damals seinen Anfang. Weil der FCH keinen Schiedsrichter stellen konnte, wurde er vom Verband mit CHF 35.– gebüsst.

An der Fussballschule des Vereins nahmen erfreulicherweise bereits 20 Junioren teil, ein geregeltes Training war aber fast nicht möglich, da im Freien kein beleuchteter Trainingsplatz zur Verfügung stand. Eine Benützung der Schulhauswiese für das Fussballspiel war in jenen Jahren noch tabu. Das 2. Dorfturnier wurde zwar um eine Woche verschoben, musste dann aber bei misslichen Wetterbedingungen durchgeführt werden.

In der Sommerpause wurde ein Schiff gemietet und damit eine Zürichseerundfahrt unternommen. Ein für den FCH recht grosses Projekt nahm langsam feste Formen an: Das Nebengebäude an der Langackerstrasse 154 wurde von der Gemeinde für einen Umbau zu einem Garderobengebäude in Aussicht gestellt. Der geplante Ausbau sah Kosten von CHF 51’000.– voraus. Die Gemeinde erklärte sich bereit, einen Anteil von CHF 30’000.– zu übernehmen, wenn der FCH in der Lage sein, den Restbetrag zu erbringen bzw. durch Fronarbeit abzuverdienen. Es zeichnete sich eine Aufgabe ab, die für den Verein zu einer echten Bewähungsprobe werden sollte.

Auf der sportlichen Seite waren etliche Erfolge zu vermelden und der Tabellenstand der Mannschaften mit dem 1. Rang für das erste Team und dem 2. Platz für die 2. Mannschaft am Ende der Vorrunde gab zu einigem Optimismus für die Rückrunde Anlass. Vorerst wurde die Winterpause jedoch noch mit dem ersten von H. J. Haas organisierten Chlausabend verkürzt.

FC Herrliberg 1978:

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