An der Generalversammlung vom 17. Februar war einmal mehr die finanzielle Lage des Vereins ein zentrales Thema. Zwar hatte eine Ende 1976 durchgeführte Gönneraktion ein erfreuliches Ergebnis gebracht und den Schuldenberg auf CHF 2’000.– reduziert, doch musste diese Summe dem Verein vom Kassier und vom Präsidenten vorgestreckt werden. In dieser unerfreulichen Situation wurde beschlossen, den Gemeinderat um Hilfe anzugehen. Schon damals zeigte sich, dass die Gemeindeväter für Anliegen der Ortsvereine ein offenes Ohr hatten. Das damals unter dem sportfreundlichen Präsidenten Herrn Fritz Lienhard wirkende Gremium half dem FC Herrliberg mit einem einmaligen Beitrag endgültig auf die Beine. An dieser Versammlung wurde auch beschlossen, eine zweite Aktivmannschaft für den Meisterschaftsbetrieb anzumelden, obwohl in Herrliberg noch keinerlei Trainingsmöglichkeiten bestanden. Von der Schulpflege Meilen wurde dem FC Herrliberg für einen Abend pro Woche die Turnhalle «Feld» zur Verfügung gestellt und auch die dazugehörige Wiese durfte bei gutem Wetter zum Trainieren benutzt werden.
An Optimismus und Ideen hat es dem initiativen Vorstand in jenen Jahren nicht gefehlt. So wurde schon damals ein Architekt damit beauftragt, eine Studie und ein Vorprojekt für ein Klubhaus mit Garderoben, Kiosk usw. auszuarbeiten. Auch die Möglichkeiten für eine Platzbeleuchtung wurden schon damals abgeklärt. Die für solche Vorhaben zu erwartenden Kosten führten die Initianten aber bald wieder auf den Boden der Realität zurück.
Am 2. Juli wurde das erste Dorfturnier durchgeführt. Es brachte eine Beteiligung von 20 Mannschaften und, was damals noch fast wichtiger war, einen Reingewinn von CHF 1’500.– in die Vereinskasse. In jenen Tagen teilte der Gemeinderat mit, dass eine Möglichkeit bestehe, eine Garage an der Langackerstrasse als Geräteraum zu übernehmen. Bereits 1977 wurde ein Juniorentraining organisiert, an eine Teilnahme am Spielbetrieb konnte jedoch mit der fehlenden Infrastruktur noch lange nicht gedacht werden. Der Kassier, K. Saxer, vermeldet, bei einem Heimspiel gegen den FC Meilen Einnahmen von stolzen CHF 80.– und Platzwart F. Rindlisbacher teilte mit, dass er den Pausentee (wohlverstanden zu Hause gekocht und mitgebracht), gratis zur Verfügung stelle. Obwohl auf dem Papier genügend Spieler für die zweite Aktivmannschaft vorhanden waren, zog sich ein akuter Spielermangel und damit verbunden Doppelspiele für viele Akteure durch die ganze Saison.
Am Ende des Jahres zählte der FC Herrliberg 77 Mitglieder, davon 41 Aktive.

