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Matchbericht

FCH Frauen 1: Kein Märchen am Langacker

3:8-Pleite zum Cup-Auftakt gegen die Wiedikerinnen

Matchbericht zur 1. Runde Regio-Cup Aktive Frauen: FC Herrliberg 1 – FC Wiedikon ZH 1

Der Rückblick auf die letzte Cup-Kampagne machte Lust auf mehr: Eine 7:1-Gala am Langacker, sechzehn Frauen mit Wirkung, Überwinterung im Cup als erklärtes Ziel. Wer sich davon am Samstagmorgen um 10 Uhr auf dem Kunstrasen A ein zweites Kapitel erhoffte, wurde eines Besseren belehrt. Der Gegner hiess diesmal FC Wiedikon ZH 1 – und der brachte von der ersten Minute an klar, dass er nicht zum Kaffeetrinken angereist war.

Schon der Anpfiff wirkte wie ein Fehlstart in die eigene Choreografie. Keine 60 Sekunden waren gespielt, da stand es bereits 0:1 – Wiedikons Nummer 14 stellte klar, wer heute den Ton angeben würde.

1′ 0:1 Renia Bode

Kaum hatte man sich vom Schreck erholt, drehte die Cup-Königin aus Wiedikon munter weiter auf. Anna Sampietro doppelte nach, und die Herrlibergerinnen liefen den Zürcherinnen in dieser Phase mehr hinterher, als dass sie sie stellten.

13′ 0:2 Anna Sampietro

Es folgte ein Doppelschlag, der der Partie endgültig den Stempel aufdrückte. Die gebürtige Herrlibergerin (das tut weh) Tatjana Limburg traf im Minutentakt gleich zweimal, und die Herrliberger Defensive fand einfach keine Antworten auf das Zürcher Kombinationsspiel.

27′ 0:3 Tatjana Limburg

28′ 0:4 Tatjana Limburg

Als wäre das nicht genug, setzte Renia Bode noch vor der Pause nach – ihr zweiter Treffer an diesem Vormittag, mit dem Wiedikon den Deckel draufmachte.

29′ 0:5 Renia Bode

Mit einem bitteren 0:5 im Rücken ging es in die Kabine. Ein Pausenstand, den man am Langacker so schnell nicht wieder vergisst – und der eigentlich nur eine Frage offen liess: Wie tief kann dieses Loch noch werden?

Die Antwort kam prompt: Zwei Minuten nach Wiederanpfiff schnürte Renia Bode ihren Dreierpack.

47′ 0:6 Renia Bode

Doch dann, mitten im Zürcher Blitzstart-Rausch, kippte etwas. In der 61. Minute sah Wiedikons Torhüterin Claudia Schmid nach einem harten Einsatz die rote Karte – und mit einem Mal roch es am Langacker nicht mehr nach Kapitulation, sondern nach Trotz. Unsere Frauen, die bis dahin vor allem hinterherliefen, fanden auf einmal wieder Zugriff, Räume und vor allem: Selbstvertrauen.

Und plötzlich hiess es Aufbäumen statt Aufgeben. Lorena Hug trat zu einem Freistoss aus zentraler Position an – und was folgte, gehört ins Archiv der schönsten Herrliberger Tore dieser Saison. Vollspann, Bogenlampe, oben links rein.

63′ 1:6 Lorena Hug

Der Anschluss, so klein er auf der Anzeigetafel auch wirken mochte, entfachte ein neues Feuer. Ellen Jufer, bereits in der 5. Minute für die angeschlagene Lianne Rechberger eingewechselt, dankte für das frühe Vertrauen mit dem nächsten Treffer und schrieb damit ihre eigene kleine Trotzreaktion in dieses Spiel.

78′ 2:6 Ellen Jufer

Wiedikon antwortete zwar postwendend durch die x-te Bode-Show des Tages, doch Herrliberg liess sich davon nicht mehr beeindrucken und setzte nur Sekunden später den nächsten Nadelstich.

80′ 3:7 Emily Imboden

Emily liess sich weder von den Vorzeichen noch vom Spielstand beirren und drosch die Kugel mit voller Wucht unter die Latte – ein Treffer, der zeigte, dass diese Herrliberger Mannschaft auch bei einer Klatsche nicht aufhört, an sich zu glauben.

In der Schlussphase machte Wiedikon mit einem weiteren Bode-Treffer den Deckel endgültig drauf, ehe der Schiedsrichter das Leiden – und den späten Herrliberger Trotz – beendete.

Schlussresultat: 3:8

Fazit
Ein 0:5 zur Pause ist eine Ansage, gegen die auch der beste zweite Durchgang nur noch Schadensbegrenzung betreiben kann. Trotzdem: Wie sich unsere Frauen nach dem Platzverweis von Wiedikons Torhüterin wieder aufrappelten, drei Tore nachlegten und dem Gegner bis zum Schlusspfiff keine Ruhe liessen, (sie mussten sich doch tatsächlich nochmals in einem kleinen Kreis Mut zusprechen, um die Partie nicht aus der Hand zu geben) verdient Respekt. Von Aufgeben keine Spur – auch wenn diesmal kein Winterschlaf in der kuscheligen Cuphöhle daraus wird.

Der Cup ist Geschichte, gespielt wird ab jetzt wieder um Punkte. Kopf hoch, Blick nach vorne – die Meisterschaft wartet, und zwar gleich mit einem Derbykracher gegen den FC Küsnacht!!

Hopp Herrliberg! ⚫🟡

Telegramm

Frauen 1Heim
3:8 (0:5)
FC Wiedikon ZH 1Gast
Datum So. 16.08.2026, 10:00
Wettbewerb Cup
Ort Langacker, Herrliberg - Platz A (Kunstrasen)

Verlauf

1 0:1 FC Wiedikon ZH 1 Nr. 14
5 Lianne Rechberger ersetzt durch Ellen Jufer FC Herrliberg
13 0:2 FC Wiedikon ZH 1 Nr. 6
27 0:3 FC Wiedikon ZH 1 Nr. 11
28 0:4 FC Wiedikon ZH 1 Nr. 11
29 0:5 FC Wiedikon ZH 1 Nr. 14
33 Nr. 11 ersetzt durch Nr. 4 FC Wiedikon ZH 1
33 Nr. 14 ersetzt durch Nr. 15 FC Wiedikon ZH 1
33 Olivia Schneller ersetzt durch Melisa Ademi FC Herrliberg
33 Neea Emily Wacker ersetzt durch Isabella Acampora FC Herrliberg
45 Fiona Monteleone ersetzt durch Enya Lea Brauchli FC Herrliberg
47 0:6 FC Wiedikon ZH 1 Nr. 14
48 Enya Lea Brauchli FC Herrliberg
60 Emily Imboden ersetzt durch Sara Bösch FC Herrliberg
61 Nr. 1 FC Wiedikon ZH 1
63 1:6 FC Herrliberg Lorena Sara Hug
78 2:6 FC Herrliberg Ellen Jufer
80 2:7 FC Wiedikon ZH 1 Nr. 14
80 3:7 FC Herrliberg Emily Imboden
90 3:8 FC Wiedikon ZH 1 Nr. 14

Aufstellung

1 Nele Schreiber
3 Isabella AcamporaC
4 Siri Ringdal
5 Samara Rechberger
7 Fiona Monteleone ↓45'
10 Emily Imboden 80' ↓60'
11 Lorena Sara Hug 63'
12 Neea Emily Wacker ↓33'
13 Lianne Rechberger ↓5'
14 Marley Huber
17 Melisa Ademi

Ersatz

6 Ellen Jufer 78' ↑5'
9 Sara Bösch ↑60'
18 Enya Lea Brauchli 48' ↑45'
8 Olivia Schneller

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