Samstag, 31.10.2026 FC Herrliberg 1 – FC Dübendorf 1 4:2
In der elften Meisterschaftsrunde kam es auf dem heimischen Langacker zum Verfolgerduell des Spitzentrios der 2. Liga Gruppe 2. Zu Hause traf die erste Mannschaft des FC Herrliberg auf den FC Dübendorf, der letzte Saison aus der 2. Liga interregional abgestiegen war. Vor der Partie lagen die Herrliberger einen Punkt vor den Oberländern, und für beide galt: Verlieren verboten! Die Hausherren hatten in der Meisterschaft zuletzt dreimal unentschieden gespielt und Barreiro Gonzalez und seine Mannschaft waren entsprechend motiviert, die drei Punkte heute zu Hause zu behalten.
Der Start in die Partie war animiert, beide Seiten verzeichneten erste Halbchancen, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Die Hausherren verzeichneten einen Schuss von A. Lustgarten als ihre beste Aktion, die Gäste konnten immer wieder Nadelstiche setzen, wenn sie ihre Stürmer zwischen den Reihen bedienten. In der 28. Minute wurde es dann konkreter: Mit einem schnellen Vorstoss kombinierten sich die Dübendorfer vor das Herrliberger Tor. Der erste Schuss konnte noch geblockt werden, der Nachschuss landete aber unhaltbar per Halbvolley im Netz des Heimteams. Traumtor, 0:1! Diesen Rückstand mussten die Seebuben zuerst verdauen. Sie erarbeiteten sich zwar weiterhin gute Ansätze und liessen den Ball gut laufen, waren aber nicht zwingend genug vor dem gegnerischen Tor. Kurz vor der Pause kam Dübendorf noch zur goldenen Gelegenheit auf das 0:2, nach einem Konter verfehlte der Stürmer aber den Halbvolley aus bester Position nur knapp.
In der Pause brachte Barreiro Gonzalez mit Perucchini und Gamboni für Al Abbadie und Haussmann zwei frische Kräfte. Die Hausherren hatten sich für die zweite Halbzeit einiges vorgenommen und begannen geradliniger nach vorne zu spielen. Nach einem Herrliberger Abschluss in der 52. Minute setzte Gamboni nach, wurde von einem Dübendorfer umgesäbelt – Penalty! Den fälligen Strafstoss verwandelte Rückkehrer Gamboni gleich selbst zum 1:1. Das Trainergespann brachte Gaube für Stucki, um den offensiven Druck aufrecht zu halten. Das Gegentor weckte die Oberländer, die nun ihrerseits wieder mehr offensive Aktionen hatten. Nach einem scheinbar geklärten Angriff sicherten die Herrliberger den Ball, ein Dübendorfer Stürmer sprang dazwischen und wurde von Kaiser unglücklich getroffen – auch Penalty! Dübendorfs Topscorer übernahm die Aufgabe und versenkte souverän, 1:2, Vorteil wieder bei den Gästen. Wer nun aber dachte, dass der Herrliberger Spielfluss gebrochen war, sah sich getäuscht. Nur vier Zeigerumdrehungen später kam der Ball nach einem Angriff zu Gamboni, der sich entschlossen durchsetzte und den Ball trocken ins untere Eck haute, Ausgleich 2:2. Beide Mannschaften spielten jetzt mit offenem Visier. In der 69. Minute schlug Gamboni eine butterweiche Flanke in die Mitte, wo Drongshar goldrichtig stand und den Ball mit dem Aussenrist akrobatisch am Torhüter vorbeilupfte. 3:2! Der Vorsprung gab Herrliberg Aufwind, während Dübendorf versuchte über Konter gefährlich zu bleiben. Ein langer Ball gelangte auf Dübendorfs Nummer 10, die gefährlich in den Strafraum eindrang. Kaiser war hellwach und parierte den Abschluss in die nahe Ecke stark. Barreiro Gonzalez brachte C. Wyss für Drongshar und die Hausherren spielten weiter nach vorne. In der 80. Minute ereignete sich im Dübendorfer Strafraum eine kuriose Szene: Nach einem Herrliberger Ballverlust setzte Lenny Brauchli gut nach, wurde zurückgerissen (blieb aber stehen), spitzelte den Ball rüber zu Gaube – 4:2! Aber die Pfeife des Schiedsrichters ertönte, Verdikt: Handspiel von Brauchli. Weder die Zuschauer noch die Spieler verstanden diesen Entscheid, mussten ihn aber akzeptieren. Den Schlusspunkt setzten die Herrliberger in der 91. Minute. An der Seitenlinie tanzte Gaube seinen Gegenspieler gekonnt aus und spielte einen perfekten Pass in die Tiefe auf Lenny Brauchli, der vor dem Torhüter ruhig blieb und zum 4:2 einschob. Nun war die Messe endgültig gelesen, Dübendorf konnte nicht mehr und Herrliberg musste nicht mehr. Barreiro Gonzalez brachte noch für Daull den wieder genesenen O. Wyss, der sich sogleich mit einem kernigen Zweikampf zurückmeldete. Danach pfiff der Schiedsrichter die Partie aber ab.
Summa summarum gewinnt Herrliberg verdient mit 4:2 gegen den FC Dübendorf. Besonders eindrücklich war, dass man die Partie trotz zweimaligem Rückstand noch zu seinen Gunsten kehren konnte. Die Hausherren finden in der Meisterschaft zum Siegen zurück und können den Schwung in die letzten zwei Spiele vor der Winterpause mitnehmen. Nächste Woche trifft das Fanionteam am Sonntag um 15:00 auswärts auf den FC Embrach. Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung am Seitenrand!
Autor: Henrik Haussmann
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