Samstag, 03.10.2026, FC Herrliberg 1 – FC Wald 1 5:1
Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge, wollte das Fanionteam des FC Herrliberg auf dem heimischen Langacker endlich wieder auf die Siegerstrasse zurückkehren. Gegen den FC Wald gelang dies am Ende mit einem deutlichen 5:1-Erfolg. Bis dahin brauchte es allerdings eine klare Leistungssteigerung. Mit einem sehr jungen und motivierten Team, wollten die Seebuben zeigen, was sie können.
Der Start verlief aus Herrliberger Sicht jedoch alles andere als nach Wunsch. Die Partie war zunächst von vielen harten Zweikämpfen geprägt, klare Torchancen blieben auf beiden Seiten aus. Herrliberg fand offensiv kaum einen Rhythmus und machte sich mit Fehlern im Spielaufbau das Leben zusätzlich schwer. Die Gäste wirkten in ihren Aktionen zielstrebiger und kamen nach zehn Minuten zum ersten Abschluss. Gianesi hielt den Weitschuss aus rund 25 Metern souverän.
Nur eine Minute später musste sich der Herrliberger Schlussmann aber geschlagen geben. Wald spielte sich mit einer guten Kombination durch und brachte seinen Stürmer in Abschlussposition. Dieser nutzte die Gelegenheit zum 0:1. Ein früher Rückstand für den FCH, der auch danach Mühe hatte, ins Spiel zu finden.
Dass in dieser Anfangsphase wenig zusammenpasste, zeigte sich auch in der 24. Minute. Nach einem Fehler im Herrliberger Aufbau erhielten die Gäste einen Freistoss aus knapp 17 Metern. Der Versuch flog nur knapp über die Latte. Herrliberg musste sich deutlich steigern, um die Partie in die gewünschte Richtung zu lenken.
Erst danach kam der FCH nach und nach besser ins Spiel. Scot versuchte es in der 31. Minute mit einem Weitschuss, ehe Herrliberg acht Minuten später den Ausgleich erzielen konnte. Vizner spielte einen starken Steckpass auf Lenny Brauchli. Dieser liess sowohl seinen Gegenspieler als auch den Torhüter abgeklärt stehen und schob den Ball in die rechte untere Ecke zum 1:1.
Der Treffer gab Herrliberg spürbar Auftrieb. Kurz darauf setzte A. Lustgarten einen Freistoss aus rund 30 Metern knapp neben das Tor. In der 44. Minute bot sich dann bereits die Möglichkeit zur Führung. Nach einem guten Angriff legte Lenny Brauchli auf Stucki ab, dessen Abschluss allerdings direkt auf den Torhüter kam. So ging es mit einem 1:1 in die Pause. Nach einem schwachen Beginn hatte sich der FCH zumindest gegen Ende der ersten Halbzeit gefangen und wieder in die Partie gearbeitet.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Herrliberg dann ein deutlich anderes Gesicht. Die Mannschaft kam mit guter Energie aus der Kabine, spielte entschlossener nach vorne und belohnte sich bereits in der 50. Minute. Gamboni bereitete vor, Stucki vollendete zum 2:1. Die Führung war der Ertrag einer starken Reaktion auf die enttäuschende Anfangsphase.
Auch danach blieb Herrliberg offensiv präsent. Gamboni setzte sich in der 54. Minute auf der Seite durch und kam zum Abschluss, platzierte seinen Versuch aber zu zentral. Mit Haussmann und Gaube für Gurdiel und Drongshar brachte der FCH wenig später frische Kräfte. In der 71. Minute kam zudem Daull für Vizner ins Spiel. Dieser Wechsel sollte sich sofort auszahlen.
Mit dem ersten Ballkontakt sorgte Daull für einen sehenswerten Treffer. Aus zentraler Position lupfte er sich den Ball selbst über den Kopf und traf mit einem herrlichen Halbvolley aus der Drehung, zum 3:1.
Wald blieb kaum Zeit, auf den erneuten Gegentreffer zu reagieren. Bereits in der 75. Minute nutzte Gamboni einen Fehler des Gäste-Torhüters eiskalt aus. Mit einem gefühlvollen Chip beförderte er den Ball zum 4:1 ins Netz. Innerhalb weniger Minuten hatte Herrliberg damit für klare Verhältnisse gesorgt.
Den Schlusspunkt setzte Stucki in der 83. Minute. Nach einer Balleroberung schaltete der FCH schnell um. Gaube zog durch und legte auf Stucki ab, der seinen Gegenspieler gekonnt aussteigen liess und den Ball in die rechte untere Ecke schob. Mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags stellte er auf 5:1.
Das nächste Spiel findet am kommenden Samstag auswärts gegen den FC Bassersdorf statt. Dort ist die Mannschaft gezwungen, die Leistung der zweiten Halbzeit bereits von Beginn an zu zeigen, um gegen diesen starken Gegner etwas reissen zu können.
Autor: Cédric Wyss
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